Die Feinstaubplakette - Was man dazu wissen sollte!

Unter dem § 30 Absatz 3 des Bundesimmissionsschutzgesetzes vom Mai 2007 und der 1. Änderung vom 05.12. 2007 wurde die Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge beschlossen.

Die ersten Umweltzonen wurden im Januar 2008 in Berlin, Hannover und Köln eingerichtet, weitere Städte sind später hinzugekommen. In diese Zonen dürfen nur noch Kraftfahrzeuge mit geringem Schadstoffausstoß und einer Feinstaubplakette an der Windschutzscheibe einfahren.

Welche Plakette Ihr Fahrzeug erhalten kann, können Sie schnell und unkompliziert anhand Ihrer Fahrzeugdokumente bestimmen - nutzen Sie einfach unseren Feinstaubrechner.

Die für Ihr Fahrzeug mögliche Feinstaubplakette erhalten Sie selbstverständlich bei den Prüfingenieuren der KÜS-Rosenheim.

Feinstaub - Was ist das?

Mit dem bloßen Auge ist der nur wenige Mikrometer messende Feinstaub nicht erkennbar. Er kann natürlichen Ursprungs sein, etwa durch aufgewirbeltes Erdreich.

Überwiegend entsteht er jedoch bei Verbrennungsprozessen in der Industrie und den Haushalten, in der Landwirtschaft und im Verkehr. Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages beziffert den Anteil des Straßenverkehrs an der Feinstaubbelastung mit etwa einem Drittel im Schnitt, in der Nähe viel befahrener Straßen kann er bis zu 75 Prozent betragen. Der vom Verkehr produzierte Feinstaub untergliedert sich etwa zur Hälfte in den Reifenabrieb sowie aufgewirbelten Staub und in die Partikel aus Abgasen, vornehmlich jener aus Dieselruß.

Die Bedeutung für die Gesundheit

Zehn Mikrometer große Staubpartikel werden in der Nase gefiltert, die kleineren Anteile dagegen können bis in die Lunge und bis in die Lungenbläschen vordringen. Dem Feinstaub wird eine Zunahme der Asthma- und Lungenerkrankungen und eine Steigerung der Anzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugeschrieben.

Die Kennzeichnungsverordnung im Einzelnen

Die Kennzeichnungsverordnung ist im Zusammenhang mit der angestrebten Ausweisung so genannter Umweltzonen zu sehen. Diese mit einem entsprechenden Verkehrszeichen gekennzeichneten Zonen unterliegen einem feinstaubbedingten Fahrverbot. Fahren oder begrenzt fahren dürfen bei einem solchen Fahrverbot künftig nur Fahrzeuge, die eine bestimmte Feinstaubplakette auf der Windschutzscheibe haben.

Es wird die Feinstaubplakette in drei verschiedenen Farben geben. Für die Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 4, die die Abgasnorm Euro 4 oder besser erfüllen, ist die Plakette grün. Die gelbe Plakette gehört zu den Fahrzeugen der Schadstoffgruppe 3, die die Abgasnorm Euro 3 erfüllen. Die rote Plakette kennzeichnet die Schadstoffgruppe 2 mit der Abgasnorm 2.

Je nach Feinstaubbelastung dürfen dann Fahrzeuge mit der jeweiligen Schadstoffgruppe/Plakettenfarbe in die Umweltzonen. Etwa die Hälfte aller Pkw auf unseren Straßen ist in eine dieser drei Gruppen einzuordnen. Nicht gekennzeichnet werden Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1, dazu gehören alte Dieselfahrzeuge und Fahrzeuge mit Benzinmotoren ohne Katalysator. Sie dürfen die gekennzeichneten Umweltzonen grundsätzlich nicht mehr befahren.

Feinstaubplaketten

Es gibt keine Plakettenpflicht

Wer jedoch in den möglicherweise entstehenden Umweltzonen fahren will oder fahren muss, wird eine Feinstaubplakette an der Frontscheibe ankleben müssen. Ansonsten heißt es: Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Plaketten und solche der Schadstoffklasse 1 in den Umweltzonen!

Welche Feinstaubplakette für ihr Fahrzeug?

Welche Plakette Sie mit Ihrem Fahrzeug erhalten, können Sie online überprüfen. Sie benötigen lediglich die entsprechenden Angaben aus den Fahrzeugpapieren und können diese in den Umweltplaketten-Rechner der KÜS eintragen.